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Düsseldorf: Brennende Bettdecke in Wohnung

Düsseldorf: Brennende Bettdecke in Wohnung

Aufgeschreckt durch einen piepsenden Rauchmelder, versuchte die Mieterin einer Wohnung eine brennende Bettdecke zu löschen. Hierbei atmete sie zu viel giftigen Rauch ein, sodass sie nach der medizinischen Erstversorgung durch einen Notarzt anschließend in ein Krankenhaus musste. Die Feuerwehr konnte die letzten Glutnester ablöschen und befreite die Wohnung anschließend vom Rauch.

Um kurz nach Mitternacht meldeten Passanten eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung in Flingern. Aufgrund der Schilderung am Telefon alarmierte der Leitstellendisponent 36 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zur gemeldeten Adresse. Als nur vier Minuten später die ersten Einheiten vor Ort eintrafen, ertönten aus dem betreffenden Mehrfamilienhaus mehrere Rauchmelder. Beim Öffnen der Wohnungstür in der zweiten Etage schlug den Feuerwehrleuten Brandrauch entgegen und die Mieterin wirkte sichtlich irritiert auf den nächtlichen Besuch. Sofort wurde die Frau aus der Wohnung gebracht und zur medizinischen Versorgung an den Notarzt übergeben, sie hatte zu viel Brandrauch eingeatmet. Anschließend transportierte ein Rettungswagen die Mieterin zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Zeitgleich ging ein Atemschutztrupp auf die Suche nach der Ursache. In der stark verrauchten Küche lag in der Spüle eine kokelnde Bettdecke. Die Mieterin hatte vor dem Eintreffen der Feuerwehr bereits erste Löschversuche unternommen, sodass die Feuerwehr zuerst die Decke auf den Balkon brachte und anschließend dort die letzten Glutnester ablöschte. Die Wohnung konnte schnell vom giftigen Brandrauch befreit werden. Bei einer anschließenden Kontrolle der Wohnung mit einer Wärmebildkamera waren keine Glutnester aufzufinden. Die Einsatzkräfte der Feuerwachen Behrenstraße, Hüttenstraße, Posener Straße, Gräulinger Straße und von der Rettungswache Sankt-Franziskus-Straße konnten nach rund 30 Minuten vor Ort abrücken. Zur Brandursache können derzeit keine Angaben gemacht werden. Durch das schnelle Eingreifen aller Beteiligten wurde ein größerer Schaden verhindert.

Information zur Rauchmelderpflicht: Seit dem 1. April 2013 ist in Nordrhein-Westfalen in allen neugebauten Wohnungen verpflichtend ein Rauchmelder zu installieren. Seit Januar 2017 gilt diese auch für den Bestandsbau, also für alle Wohnungen in ganz NRW. Dabei ist vorgeschrieben, dass in jedem Schlafzimmer, jedem Kinderzimmer und jedem Flur der als Rettungsweg zum Verlassen der Wohnung dient, jeweils ein Rauchmelder zu installieren ist. In 2019 rückte die Feuerwehr Düsseldorf zu insgesamt 619 Einsätzen durch ausgelöste Heimrauchmelder aus, dabei konnten 61 Menschen gerettet und wurden anschließend vom Rettungsdienst medizinisch erstversorgt. Im ersten Halbjahr 2020 waren es bislang 270 Einsätze, hier konnten 27 Menschen gerettet werden.

Quelle: Feuerwehr Düsseldorf

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